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Morgenlauf durch Maribor

Maribor…
…ist mit dem Auto aus Wien in zweieinhalb Stunden zu erreichen. Aus Graz gar in ein paar Autobahnminuten.
…ist mit knapp 100.000 EinwohnerInnen gar nicht so klein wie es auf den ersten Blick scheint.
…war mal Europas Kulturhauptstadt. Unlängst sogar.
…hat einen kleinen Altstadtkern.
…liegt an der schönen Drau.
…ist recht überschaubar.
…war der erste Halt.

Erster Stopp in Maribor

Die Stadt im Norden Sloweniens, unweit der österreichischen Grenze, war die erste Station auf dem viertägigen Roadtrip durch Slowenien. Zwischenstation. Übernachtungshalt vor Meer und Nationalparks.
Am späten Nachmittag nach einem Arbeitstag aufgebrochen, kamen wir am Abend im Hotel Tabor an. Recht annehmbar. Auf der Habenseite: Leicht mit dem Auto zu erreichen. Recht zentral gelegen. Hauseigener Parkplatz. Aber: Frühstück im Fensterlosen Untergeschoß – letztes Kellermal – für einen Frühstücksliebhaber wie ein verwässerter Cappuccino mit altem Croissant.

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Maribor laufend erkunden

Durch die angesprochene Zentrumsnähe war das Tabor aber trotzdem gut geeignet – gut geeignet als Ausgagspunkt für meinen Erkundungslauf.
Wie üblich habe ich auch in Maribor frühmorgens meine Laufschuhe geschnürt um die unbekannte Stadt im Laufschritt zu erkunden. Für mich gibt es keine bessere Möglichkeit, einen unbekannten Ort kennen zu lernen, sich einen wirklichen Eindruck zu verschaffen, als in Laufschuhen zur Morgenstund. Keine Menschen und Autos unterwegs, die Straßen ruhig, alles noch verschlafen und langsamer.
Ob in größeren Städten oder winzigen Ortschaften, seit ich in Neuseeland zahlreiche verschlafene Kiwi-Nester auf diese Art und Weise entdeckt habe, ist der morgendliche Erkundungslauf auf allen Reisen der erste und mitunter schönste Tagesordnungspunkt. Laufe ich noch vor dem, post-running umso besseren, Frühstück und mit verschlafenen Augen aus einem Hotel, Zelt oder Camper in einer unbekannten Gegend los, dann weiß ich: Ich bin endlich wieder unterwegs und gleichzeitig angekommen.

Angekommen in Maribor jedenfalls hieß es, über den nach Salbei durftenden Hinterhof-Parkplatz bei Sonnenschein die Sloweninnen und Slowenen in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Im Laufschritt und mit dem schlauen Telefon ausgestattet. Einschub: Ich brauche einen kleinen Laufrucksack für meine Reise-Erkundungs-Läufe. Meine OM-D soll da mit. Einschub Ende.

Die Eckdaten zum Maribor–Mußelauf: Rund 5 Kilometer. Auf dem Schottenweg entlang der Drau. Am Ufer, begleitet von einer angenhmen Prise, in die Altstadt. Durchs moderne Geschäftsviertel. Über die beflaggte Glavni Most. Am brandneuen soundso am Drauufer vorbei und wieder zurück zum Hotel.

Die Route vermittelt einen guten Eindruck von der (Innen-)Stadt. Gerade richtig für einen netten Auftaktlauf vor dem Frühstück. Wer will kann dieses auch gleich bei den zahlreichen kleinen Backwerk-Ständen zu sich nehmen. Oder Ćevapčići zum fairen Kilopreis für die weitere Reise erstehen.
Wer sich mehr Zeit nehmen will und auch im Grätzl rund ums Tabor residiert, dem sei ein längerer Lauf entland der Drava empfohlen. Der Verkehr um das Zentrum Maribors und die Anzahl der Passanten in der Altstadt mit ihren vielen Läden, ist doch bald ganz beträchtlich.

Für mich war der lockere Morgenlauf durchs recht unaufregende Maribor nicht nur ein perfekter Start in den Tag, sondern auch der bewusste Beginn des Roadtrips durch Slowenien.

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Mehr zum besagten Roadtrip in Bälde!

 

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Ein Kommentar

  1. Klingt sehr gut! 🙂 Laufen ist wirklich noch vor dem Radfahren die beste Idee, eine unbekannte Stadt zu entdecken… es sei denn, jemand erfindet endlich für mich ein 3 Kilo Klapprad, das man im Rucksack mitnehmen kann und bei Bedarf ausklappt… Bin schon auf weitere Fotos gespannt!

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