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Kaffeetionierung

Ein heißer Becher Kaffee und eine süße Köstlichkeit machen mich glücklich. So einfach. Das liegt vorallem an den Reiseassoziationen die mit diesem Menü – oder besser diesem Ritual – einhergehen. Die unzähligen Besuche in fantastischen Cafés in Neuseeland und Kanada – an dieser Stelle sei exemplarisch die Bear Paw Bakery in Jasper, BC, erwähnt. You guys rock! – am Morgen nach einer kühlen Nacht im Camper oder im Zelt in atemberaubenden Nationalparks und auf einsamen Campingplätzen haben sich in meinem Empfinden und Hirnwindungen festgesetzt.

Unbekanntes Städtchen, unbekanntes Café, unbekannte Leckereien, unbekannter Tagesablauf. Beim gemeinsamen, entspannten Frühstück über Cappuccino und Zimtrolle den neuen Tag zu planen ist ein großartiges Gefühl. Ganz nach dem Motto: Jetzt gehen wir mal frühstücken und dann überlegen wir uns, was wir heute spannendes erleben und machen wollen.
Jeder Schluck des köstlichen Heißgetränks und jeder Bissen ins hochkalorige Backwerk weckt seither stets dieses unbändige Gefühl der Freiheit und Unbekümmertheit in mir. Pawlowesk eigentlich. Die Welt gerät dann wieder ins Gleichgewicht. Und dabei bin ich sogar in der Lage, über mangelnde Qualität des Menüs hinwegzusehen. Wenn diese allerdings auch noch passt: angekommen im Frühstücks-Flow.

Besagte Kaffetionierung trägt wohl auch eine Mitschuld an dem immer wiederkehrenden Wunsch selbst das denkbar beste Café Schrägstrich Frühstückslokal zu betreiben. Vermutlich um anderen Menschen dieses Gefühl in der Tasse und am Teller zu servieren und sich selbst daran zu laben. Illusorisch wahrscheinlich. Dennoch: Die Idee lebt.

Heute war’s wieder mal soweit. Aufs Rad geschwungen und losgefahren auf der Jagd nach Kaffee-Flashbacks und Reise-Freiheits-Gedanken. Gelandet bin ich dann bei den 12 Munchies, einer winzigen – wie es heute so schön heißt –  Pop-up-Bakery im 18. Wiener Gemeindebezirk. Winzig meint: ein Tisch, vier Plätze. Das Lokal war also voll. Kein Problem, wollte ich trotz niedriger Temperaturen sowieso die Sonne zum Mahl genießen. Gewählt aus dem Angebot an Tartes, Pies, Muffins, Brownies, selbstgebackenem Brot, Cupcakes und Quiches habe ich dann meine aktuell favorisierte Kombination: Cappuccino mit Scone. Den Kiwis sei es gedankt, dass ich dieses schmackhafte Teegebäck lieben lernen durfte – und jetzt nicht mehr genug davon bekommen kann.
Fazit: Beides wunderbar. Guter Kaffee, leicht zitroniger Scone. Unbekanntes Grätzel, unbekannte Bakery, bekannter Effekt: Sonne im Gesicht und warmer Becher in den klebrigen Handen zaubert Grinsen ins Gesicht.

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