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Manameierei

Wie? Manameierei. Manamanarei? Nein, Manameierei. Manamamerei? Egal, dort gehen wir heute jedenfalls hin frühstücken. Und wo ist das? Beim Schwarzenbergpark, vor dem Exelberg. Okay, na dann bin ich mal gespannt.

Wir waren also dann dort, in der M-a-n-a-m-e-i-e-r-e-i, an einem kalten Sonntagmorgen. Das kleine Lokal ist eher unscheinbar und gleicht im Vorbeiradeln (die Exelbergstraße ist Teil einer meiner After-work-Radtouren) eher einer verlassenen Imbissbude. Straßenseitig. Ist vom Parkplatz aus jedoch recht schmuck. Eine Box mit einer Breitseite aus Glas.
Der Ersteindruck beim Betreten: Hell, weiß, warm. Wir hatten nicht reserviert, bekamen aber vom sehr netten Personal glücklicherweise noch einen Tisch zugeordnet. Reservieren ist dennoch empfehlenswert.

Das Interieur der Manameierei ist zur Gänze in Weiß gehalten und wirkt damit viktorianisch, stilmäßig. Generell recht unspektakulär und unprätentiös die Einrichtung, aber gemütlich. Dieser Gemütlichkeit war vor allem die Temperatur sehr zuträglich, war es doch auffällig warm. Sicher nicht ganz unschlau die Temperierung, suchen doch die durchfrorenen SpaziergängerInnen aus dem angrenzenden Park Zuflucht im Café. Auch mir hat diese wohlige Wärme gut gefallen. Beim Frühstück mag es mensch wohl auch lieber quasi bettdeckentemperiert. Diesen Aspekt hatte ich bei meiner Beschäftigung mit dem Thema Frühstückslokal gänzlich unbeachtet gelassen. Lesson learned. Dezente musikalische Untermalung gab’s auch. Soviel zum Ambiente.

Nun zu Speis und Trank:
Die Speiskarte ist nicht überladen. Eine Hand voll Frühstücks-Variationen plus separat zu bestellende Extras. Eine reduzierte, minimalistische Karte also – so wie ich das mag. Zum Frühstücksangebot noch ein knappes Dutzend Mana-Kreationen. Ach ja, ein paar Salate gibt es auch noch.
Die gute Kaffeeauswahl wird ergänzt um Bio Tees, Heiße Schoko sowie hausgemachte Limonaden und Säfte (Spannend: Auch Fentimans Limos finden sich auf der Karte).

Verkostet wurden die folgenden Frühstück-Kompositionen:
„Graf Lacy im Morgenland“: Kommt mit Chai, kleinem Manaish, Humus, Labneh – ein Frischkäseaufstrich (hier auch gleich ein Rezept zum selber machen) und Schakschuka – ein warmes Tomaten/Paprika Ragout mit Spiegelei. Sehr feinfühlig und frühstückstauglich abgeschmeckt, das Ragout. Das Manaish bringt die Knuspernote ins Konzept. Alles harmonisch. Lediglich der Chai hätte noch Luft nach oben. Das ganze gibt’s zum fairen Preis von 11,50 Euro.
Die BegleiterInnen kosteten vom „Morgentau am Hameau“. Dieses Frühstück kommt mit einem warmen Getränk nach Wahl, Rührei mit Tomaten und Jungzwiebeln, einem Schnittlauchbrot sowie Hausmüsli mit Joghurt. Auch recht fein, so der O-Ton der Gourmet-GenossInnen. Kostenpunkt: 9,50 Euro.
Zum Abschluss orderten wir dann noch süßen Schmackofatz: Der Apple-Crumble war wirklich ausgesprochen köstlich. Nicht zu süß und der Apfel damit noch gut zu erkennen. Schöne Zimtnote und Knuspercrumble – Oberliga. Die Brownies wurden ebenfalls mit wohlwollendem Nicken bedacht.

Das Frühstücksfazit für die Manameierei: Ambiente und Speisen sind absolut stimmig. Gefahr für die Zunge geht also nur vom Namen aus. Als Frühstückslokal unter den besten im 19. Bezirk. Besonders: Die Umgebung. Frühstück im Grünen, am Stadtrand. Die Frühstücks-Session lässt sich besonders gut mit einem ausgedehnten Spaziergang im Schwarzenbergpark verbinden. Das gefällt. Ich werde wiederkommen.

 

manameierei frühstück

morgentau_hamenau

applecrumble

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