Zum Inhalt springen

Mittelchen

Ich schreibe. Endlich. Schleppend geht’s voran. Womit soll ich denn die Zeilen füllen? Soviel interessantes im Kopf, eigentlich. Aber die Gedanken wollen nicht so recht lesbare Form annehmen. Dabei würde ich doch gerne regelmäßiger rumschreiben.
Wie der brave Emanuel zum Beispiel. Der gute Mann hat offensichtlich wieder seinen Flow gefunden und bietet mir als interessiertem Leser täglich – oder ist es gar noch öfter – interessantes Material. Querbeet. Mal dies, mal das. Und ich mag das. Abwechslung und lebensalltägliches. Fein. Und erleichtert wohl auch die Themenfindung.
Als Apotheker kann ich hier natürlich eins und eins zusammenzählen: Das wär doch auch ein Mittelchen gegen meine Zuseltenschreiberitis. Schreibfrequenz steigernd. Nebenwirkungen wahrscheinlich. Keine Sorge: Ich werde die Dosis langsam erhöhen.

Neue Themen reichen nicht. Auch ein neues Werkzeug muss her. Ich besorg mir, als Mittel zum Zweck, einen neuen Personalcomputer. Diese Neuausstattung ist auch brotberufsmäßig nicht irrelevant. Da ich mich zwar sehr für technisches Zeug interessiere, aber den PC-Bereich lange nicht mehr aufmerksam verfolgt habe, habe ich meine Wünsche bei einem Freund mit umfangreicher Expertise deponiert. Dieser baut nun mein neues Gerät nach folgenden Vorgaben auf (Originalwortlaut): „Wieviel will ich ausgeben: ca. 700 Euro. Was will ich machen: Bildbearbeitung, Layouting und andere simple Office-Geschichten Sonstiges: Ich hätt gern kein Riesentrum rumstehen, also möglichst klein und minimalistisch. Und leise. Was würdest du mir da empfehlen? Bin nicht up to date.“

Nach kurzer Zeit kam folgendes Set-Up retour. Achtung copy&paste Buchstaben-Zahlen-Salat: CORE I5-4440 3.10GHZ, MOMENTUS SPINPOINT 1TB, SATA, 4GB 1333MHZ DDR3 NONECC, SB WIN7 HOME PREM SP1, 64-BIT, SSD 840 EVO 250GB SATAIII, DVD+-R/RW/DL/RAM SATA, BULK BLK, H87I-PLUS S1150 H87 C2, MITX, ISK 310-150 Mini ITX Desktop.
Ist gekauft, meine prompte Rückmeldung. Ich erstehe dieses Gerät bei einem kleinen Laden in meiner Geburtsstadt. Bewusst nicht von, trotz Freundschaftsvorzugspreis, billigeren, amazonditechnischen Großhändlern. Ich will auch jemand anrufen können, wenn’s nicht mehr läuft. Oder hinfahren können, um meine Wut und Verzweiflung unmittelbar an den Mann oder die Frau zu bringen. Der kleine, leise und sicherlich auch flotte Arbeitskollege kommt übrigens am Donnerstag, drei Arbeitstage nach Bestellung. Und das trotz Individualaufbaus. Nicht zuletzt soll auch Monitortechnisch bald ein neues Teil folgen.
Neugestaltung auch bei der Umgebung. Der Arbeitsplatz daheim soll neu konzipiert werden. Weg vom liebten aller Tische, der nicht mehr mit Elektronischem gedeckt werden soll. Das Motto: Reduktion aufs Wesentliche. Kurz: Ich will nicht mehr als ein Brett aus der Wand. Keine Laden, keine Beine, kein Pippifax. Platz für ein Keyboard und ein Notizbuch. Nicht mehr. Zumüllungsgefahr minimierend. In diesem Sinne will ich den Monitor ev. gleich platzsparend an die Wand hängen.

Die Arbeitsplatte muss jedenfalls aus massivem Holz sein. Eiche, bestenfalls. Leider habe ich keinen Tischlerfreund an der Hand, bei dem ich diese Bestellung aufgeben kann. Also muss ich hier wohl selber Hand anlegen. Genetisch sollte ich das ja auch draufhaben. Beide Elternväter waren Tischlermeister. Da gibt’s keine Ausrede. Doch bevor die Gelehrtenhände Blasen werfen werden, recherchiert der ahnungslose Akademiker natürlich im Internet. DIY floating desks und dergleichen. Da finden sich auch rasch ganz nette Exemplare. Mal schauen, wie weit dann Anspruch und Wirklichkeit auseinanderklaffen. Da ich den Arbeits- und damit vor allem Wandbohraufwand – gering halten will, bin ich noch auf der Suche nach einer geeigneten und kreativen Lösung. Vorschläge der geschickten LeserInnenschaft sind hier ausdrücklich erwünscht. Fortschritt an dieser Front wird bildreich dokumentiert werden. Sofern vorhanden.

Von wegen Fortschritt: Beintechnisch geht es besser. Wenngleich nicht perfekt. Bei einer Radausfahrt vor einigen Wochen wollte das Bein nicht mehr und stellte sich einfach taub. Tja, ich schwimme momentan mehr. Und spiele Basketball.
Zu Besuch war ich deswegen bei einer Osteopathin/Physiotherapeutin im dritten Wiener Gemeindebezirk. Die Behandlung: schmerztechnisch makellos. 8.0 auf der Schweißausbruchsskala. O-Ton: Das wird jetzt nicht angenehm. So weit, so wahr.

Heute Abend werde ich jedenfalls wieder die Laufschuhe schnüren. Beintest, sozusagen. Für die Wissenschaft. Oder besser die Therapeutin. Um zu wissen wo man ansetzen soll, muss man wissen, wie sich das Geläuf unter Belastung verhält. Logisch. Wird also spannend heute. Aber hoffentlich nicht allzu sehr in der Unterschenkelmuskulatur. Ist der lieben Frau S. doch angsteinflößenderweise jedes Mittel recht um diese wieder zu lockern.

Share on Google+Tweet about this on TwitterShare on Facebook

2 Kommentare

    • angekommen.in angekommen.in

      Teuer war mir bewusst, aber so kostspielig…pfuu. Aber ich ich brauch was robustes. Und aus Holz. 🙂 Naja, mal schauen, wo die Reise hingeht. Btw. so eine Holzküche, würde ich auch nicht verschmähen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Veraltete PHP-Version im Einsatz
Der Seiteninhaber muss die Version auf mindestens 7.3 erhhen.