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Ötillö Sprint Hvar – Teil 2: An- & Abreise, Unterkunft, Essen & Trinken

Der Ötillö Swimrun auf der Insel Hvar bietet großartiges Abenteuer vor beeindruckender Naturkulisse. Über die Herausforderungen beim Schwimmen und Laufen habe ich kürzlich an dieser Stelle geschrieben. Im Folgenden gibt es als Draufgabe noch zweckdienliche Hinweise zur An- und Abreise, Unterkunft sowie Speis und Trank. Wohl bekomm’s!

An- und Abreise zum Ötillö Hvar

  • Frühe Anreise für Vorbereitung. Der Zeitplan für den Ötillö 2018 auf Hvar war der folgende: Sprint am Samstag, Start 11 Uhr, Langdistanz am Sonntag, Start 9 Uhr. Weil das Schwimmtraining im Vorfeld recht mager ausgefallen ist – keine 20km geschwommen, die Buben – wollten wir wenigstens die unmittelbare Vorbereitung auf den Swimrun in Hvar optimal gestalten. Der Plan: Streckenbesichtigung, ans Schwimmen im Meer gewöhnen, Reisestrapazen gering halten. Zu diesem Zweck haben wir beschlossen, bereits am Mittwoch aus Wien anzureisen.
  • Auto statt Flugzeug. Und zwar mit dem Auto. Warum? Wir wollten 1.) unabhängiger sein, 2.) uns die Mühen am Flughafen ersparen und 3.) die Sache möglichst günstig gestalten (und 4.) die Option offenhalten, zusätzliche Reisende mitzunehmen). Deswegen sind wir also am Mittwoch vor dem Bewerb mit dem Kombi angereist. Google Maps meinte 7:30h und 770 Km bis nach Split. Dann sollte es mit der Fähre weiter rüber nach Hvar gehen. Wir haben uns die Autobahn mit gefühlt drei weiteren Auto geteilt, waren also dementsprechend rasch in Split. Hinweis: Für die Autobahn in Kroatien löhnt man kräftig Maut (ca. 30 Euro one way). Dazu kommen ca. 10 Euro für die Wochenvignette in Slowenien und insgesamt zwei Tankfüllungen für Wien-Hvar-Wien. Die Fähre kostet 328kn (44 Euro) für 2 Personen mit PKW. Um 14:30 Uhr sind wir also am Mittwoch nach Stari Grad abgelegt. Am Sonntag ging es um 11:30 Uhr retour. So konnten wir noch gemütlich Frühstücken und uns dabei den imposanten Start der Langdistanz ansehen. Freiwasserschwimmen vom Allerfeinsten übrigens!
  • Relaxen auf der Fähre. Anfang April verirren sich noch kaum Touristen auf die Insel, es ist also kein Problem für Auto und Mensch einen Platz auf der Fähre zu bekommen. Mindestens eine Stunde vor Abfahrt sollte man dennoch am Hafen sein. Was es sonst noch zu wissen gibt: Der Espresso auf der Fähre ist gut. Wer einen Couch-Platz am Fenster ergattert, kann sich – vor allem bei der Rückfahrt, mit geschundenem Körper – in den Schlaf schaukeln lassen. Oder beim Hinfahren ängstlich das weite und alsbald zu beschwimmende Meer beäugen. Vom Hafen in Stari Grad fährt man dann rund 30 Minuten entlang einer schönen Küstenstraße weiter nach Hvar. Fertig, angekommen.

Unterkunft in Hvar

  • Apartment mitten im Geschehen. Vom Veranstalter gibt es für Starterinnen und Starter die Übernachtung im Hotel Amfora zum Vorzugspreis. Das Hotel – mehr riesiges Kongressungetüm als Urlaubsresidenz – liegt knapp zwei Kilometer entfernt von der Altstadt von Hvar. Also etwas ab vom Schuss, wenn man sein will wo sprich- und wortwörtlich die Musik spielt. Wie überall auf dem Erdrund gibt es aber auch auf Hvar zahlreiche Airbnb-Quartiere. Viele derartige Bleiben befinden sich in unmittelbarer Nähe zur Altstadt, der Festung sowie zum Hafenbecken und damit zum Start und Finish des Swimruns. Das Meer ist dann für letzte Schwimmeinheiten und Meeresbesichtigungen allerorts nur einen Steinwurf entfernt. Das waren für uns die entscheidenden Kriterien bei der Wahl der Unterkunft.
  • Selber kochen. Was noch für ein Appartement spricht? Man kann selbst kochen. Also Speisen zubereiten, die sich im Training und in der Vorbereitung bewährt haben. Vor allem für das Frühstück am Wettkampftag ist das recht relevant. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann aber auch schon die Abende davor seine gewohnten Mahlzeiten zubereiten (verpasst allerdings, lokale Spezialitäten).
  • Appartement-Empfehlung für Hvar. Weil sich unsere Unterkunft als Glücksgriff herausgestellt hat hier der Verweis auf Marijas Appartement.

Essen & Trinken in Hvar

Apropos Empfehlungen: Die folgenden Lokalitäten haben wir ausgiebig  getestet und für gut befunden:

  • Bäckerei Mlina: Unbedingt Burek mit Käse oder Apfel bestellen. Am besten gleich mehrmals täglich, also mindestens  zum Frühstück und als Nachmittagssnack. Einzige Einschränkung: Das köstlichfette Backwerk vielleicht nicht unmittelbar vor dem Start verspeisen. Zum fantastischen Süßgebäck kommen die überfreundlichen Damen hinter dem Tresen. Einfach hingehen, fertig!
  • Espresso trinken am Hauptplatz:  Einfach oder gleich doppelt. Und um kein Geld. In einem der drei Cafés, am besten mit der Morgensonne im Gesicht. Auch hier freundliche Kellner, weil zu Beginn der Saison noch unverbraucht und -frustriert.
  • Aloha Bar Hvar: Ein Glas trockenen Weißwein, z.B. Malvazija Istarska Radovan, trinken. Dazu gibt es den Blick auf das Hafenbecken. Man kann es sich schlechter gehen lassen.
  • Pizza Kogo: Hier unbedingt die flaumigen Gnocchi bestellen. Die Oliven als Vorspeise kann man getrost auslassen.
  • Restoran Kod Kapetana: Im Kod Kapetana. ebenfalls direkt an der Hafenpromenade, arbeitet die beste Kellnerin von Hvar bis Langenlebarn. Und die bringt wirklich großartige Fischgerichte aus der offenen Küche. Alles fangfrisch und handwerklich einwandfrei zubereitet. Gegrillter Oktopus mit Mangold sollte man jedenfalls bestellen, die Fischsuppe sowieso. Und wer sich im Post-Race-Refeed-Modus ins Restoran Kod Kapetana verirrt, kann hier ganze Fischschwärme im frittierten Zustand verdrücken – und sich so beim kalten Meer rächen – und auch noch bei den köstlichen Nachspeisen zuschlagen. Günstig ist anders, aber Finisher dürfen alles. Auch Wein trinken nämlich. Und da sollte man sich von der besten Kellnerin einen Rotwein empfehlen und dann gleich ein paar Mal nachschenken lassen. Mit der Rechnung gibt es noch einen Obstschnapps zum Abschied aufs Haus. Hvala!

Bleibt nicht mehr zu sagen als: Schön Hvars, wir sehen uns wieder!

Vielleicht gibt es im nächsten Jahr noch ein paar Tage mehr „Wettkampfvorbereitung“.

 

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