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Jetzt und dann

In 14 Monaten wird mein Alltag anders aussehen. Großartige Ideen und interessante Gedankenspielereien werden dann einem Realitätstest unterzogen. Ich habe dann  meine goldenen Zwanziger hinter mir gelassen und werde mein Heil in selbstständiger Tätigkeit suchen. Wahrscheinlich nur teil- und schrittweise, aber jedenfalls. Irgendwie entspricht das mehr meinem Wesen. Arbeits-welt-fremd, halt. Aber Obacht: Das eigene Glück in die Zukunft zu verlagern ist Blödsinn. Ich will im Hier und Jetzt leben. Klingt jetzt gar esoterisch, aber ein wenig mehr Bewusstsein und Achtsamkeit schadet sicher nicht. Und Vorfreude ist ja nicht verboten.

In zwei beiläufigen Zeilen schrieb ich schon im vergangen Sommer darüber, Abhängigkeitsarbeitsverhältnissen den Rücken zu kehren und Authentizität und Eigenverantwortung in den Vordergrund zu stellen. Aufbruchsstimmung machte sich da bereits breit. Ich passe einfach nicht zur Gänze in einen täglich-grüßt-das-Murmeltier Büro-Job. Das weiß ich mittlerweile. Eigentlich immer schon. Aber wenn man es nicht mal probiert… Und dann funktioniert das auch noch recht gut und macht durchaus Spaß. Lernen kann man immer und überall. Eines führt zum anderen und man findet sich in einer Situation die nicht passt. Nicht 100%-ig. In der man nicht immer authentisch ist. Unbewusst ertappe ich mich dann dabei, in einer grantigen Grundstimmung und ohne wohltuende Perspektive einfach vor mich hin zu leben. Bis ich einen Anstoß bekomme und wieder zu mir finde. Hier gilt: Entweder etwas verändern oder den Umgang damit überdenken. Beides funktioniert.

Ich bin ein Generalist. Das ist Problematisch, weil nicht immer mit den Anforderungen des Arbeitsmarktes kompatibel: Ich kann also vieles ziemlich gut, aber nichts großartig. Ich interessiere für beinahe alles. (Das trifft auch auf  Sport zu, zieht sich also durch alle Lebensbereiche.) Ich suche demnach auch stets die Abwechslung und will mich nicht ständig mit ein und derselben Sache beschäftigen. Das wird nämlich recht schnell langweilig. Aber muss es überhaupt die EINE Sache geben? Ich meine nein.

Wie meine Oma heute noch gerne erzählt, war mein erster artikulierter Berufswunsch Pensionist. Später in Schulzeiten, nicht ganz ernst gemeint, CD-Laden-Besitzer auf Cuba. Ich habe mir aber sonst eigentlich keine ernsthaften Gedanken darüber gemacht, wie ich mal mein Geld verdienen und mein Leben bestreiten will. Schöner jugendlicher Leichtsinn.
Oft beneide ich Freunde, die seit der Krabbelstube wissen, was sie denn mal so in ihrem Leben machen möchten. Wenn ich mir meinen optimalen Arbeitsplatz vorstellen müsste, dann  fällt das schwer. Arbeit im Sinne von schuften, hackeln, etc. – also das quasi monotones, wiederholtes Tun, geht sich bei mir nicht aus. Den ganzen Tag an einem Schreibtisch im Büro zu sitzen, oft nicht so optimal. Arbeitsscheu, eh klar. Ja, vielleicht. Und nein, denn ich kann mich mit vollem Einsatz und Ausdauer in und auf eine Sache stürzen.

Ich mag es draußen zu sein. Mag es mich zu bewegen. Mag es zu kochen und zu essen. Neues lernen und schreiben, auch sehr wichtig. An einem idealen Tag mache ich all das. Warum soll nicht auch mein Arbeitstag so aussehen können. Ein Mix an Tätigkeiten.
Im Rahmen eines (Teil-?)selbstständigen, generalistenfreundlicheren Konzepts lassen sich diese Leidenschaften ja mitunter auch gut kombinieren. Mit anderen Menschen die Dinge zu teilen, die mir selbst viel Energie geben, klingt nach einem Plan – einem guten.
Darüber und das Leben und die Zukunft im Allgemeinen haben übrigens der gute Emanuel und ich beim Podcast-Equipment Test und einem kleinen Frühstück bei mir ganz vorzüglich geplaudert.

Pläne und Visionen gibt es viele, wohin die Reise geht ist jetzt noch ungewiss. Im Kopf habe ich aber die Koffer schon gepackt. Reiseführer und -berichte inspirieren mich und bringen neue Perspektiven – gute oder weniger aussichtsreiche. Ich werde Menschen befragen, die sich auf ähnlich Pfade begeben haben. Das Podcast Projekt mit Emanuel (und dieser selbst) wird hierbei wichtige Impulse liefern. Ich freue mich auf spannende Gespräche mit inspirierenden Menschen. Angekommen in der Vorbereitungsphase, also. In 14 Monaten ist es soweit. Oder eigentlich schon jetzt.

Meine Reiseliteraturtipps für LeserInnen die auf einen ähnlichen Trip gehen wollen:

Allgemeines Feines:

Tim Ferriss – The 4-Hour Workweek (+ Blog)
Chris Guillebeau – The Art of Non-Conformity, The $100 Startup: Reinvent the Way You Make a Living, Do What You Love, and Create a New Future
Leo Babauta – The Simple, Ridiculously Useful Guide to Earning a Living from Your Passion, The Five Things You Need to Know About Finding the Work You Love, Crazy Talk: The Do-What-You-Love Guide, uvm.

Und zum Thema Coffee Shop und Frühstückslokal:
Vanessa Kullmann – Keine große Sache
Jill Sutherland – Start and Run a Sandwich and coffee shop
Elizabeth Godsmark – How to Open a Financially Successful Coffee, Espresso & Tea Shop

 

„As you walk and eat and travel, be where you are. Otherwise you will miss most of your life.“ – Buddha

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