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Sporty San Sebastian

„San Sebastián ist mit seinen großzügigen Fußgängerzonen, Fahrradwegen und Wanderwegen an Küste und Bergen ein perfekter Ort, um Sport zu treiben. San Sebastián ist eine lebendige und aktive Stadt mit einem gesunden Lebensstil und einem Hang zum Sport an der frischen Luft, San Sebastián ist eine Sport City.“ So steht es geschrieben auf der Webseite des Tourismusverbandes von San Sebastian. Ich war für 4 Tage vor Ort um mir ein Bild zu machen.

Laufen in San Sebastian

Vorgabe: „Donostia / San Sebastián ist zum Laufen prädestiniert. Abgesehen von den endlosen Strandprommenaden erfreut sie sich zahlloser Fußgängerzonen, die es fern von Verkehrslärm zu einem Genuss machen, die Stadt laufend zu durchlaufen. Ein Traum für jene, die gerne an der frischen Luft joggen.“

Realität: Entlang der Strandpromenade zu Laufen ist in San Sebastian tatsächlich ein Genuss. Wer vom Playa de Zurriola bis zum Ende der Bahia de la Concha und wieder retour läuft, hat knapp 11 Kilometer mit bester Aussicht hinter sich gebracht. Blick hinaus auf den Atlantik, hinauf auf den Monte Urgull, vorbei am ehemaligen Casino, an Hotels an der Waterfront. Wer frühmorgens  aufbricht kann ungestört auf der breiten Uferpromenade laufen. Auch zahlreiche Einheimische sind dann in Laufschuhen unterwegs. Abends ist die Promenade dicht, der Strand dafür leer. Wer Höhenmeter sammeln will, kann zudem auf den Monte Urgull oder den Monte Igeldo hinauflaufen. Für Lauftechnick-Training empfielt sich ein Barfußlauf am la Concha Sandstrand. Bis zum späten Vormittag ist hier noch wenig los, zum Hürden- und Hindernislauf wird Hauptstrand San Sebastians erst später.
Eine weitere feine Laufstrecke: entlang des Flusses Urumea. Die Fußgängerzonen würde ich allerdings meiden, es sei denn, man will sich bereits unterwegs mit Pintxos stärken.

Morgenlauf entlang der Küstenpromenade San Sebastians. Es ist windig.
Morgenlauf entlang der Küstenpromenade San Sebastians. Ja, es ist windig.

Schwimmen in San Sebastians Buchten

Vorgabe: „Donostia / San Sebastián ist eine vom Meer umgebene Stadt. Die drei Strände La Concha, Ondarreta und La Zurriola verteilen sich auf die 10km lange Küstenlinie und laden zu vielseitigen Aktivitäten wie Surfen, Segeln, Stand Up Paddle oder Kanu fahren ein und werden Sie mit dem Spirit des Wassersportes anstecken.“

Realität: Surfen und San Sebastian passen zusammen wie Schifahren und Österreich. Die baskische Küstenstadt ist einer DER Surfspots Europas. Mehr muss an dieser Stelle nicht gesagt werden. Als Nicht-Sufer kann ich hierzu auch keinen erhellenden Beitrag leisten. Nur so viel: Wellen gibt es am Playa de Zurriola immer, genauso wie unzählige Surfer. Für Stand Up Paddler und Kanuten ist die besagte Küstenlinie sicherlich eine Freude. Für mich entscheidend: Wie sieht es mit der Bewschwimmbarkeit der Strände San Sebastians aus? Kurz: Fein! Wer vor dem Frühstück noch ein paar gepflete Züge schwimmen will, dem sei la Concha ans Herz gelegt. Am besten die Muschelbucht entlang der Leinen abschwimmen. Schwimminseln dienen hier als Orientierungshilfe für Freiwassernovizen und gegebenenfalls als Zwischenstopps (Rutschenspaß!).  Das Wasser ist sehr klar und verglichen mit Zurriola kein Wellengang. Wer wirklich motiviert ist, kann die ganze Bucht vom Rathaus/vormals Casino bis zum königlichen Tennisclub San Sebastians abschwimmen.

Radfahren in den Ausläufern der Pyrenäen

Vorgabe: „Das weitgefächerte Netz von bidegorris (Fahrradwegen) in Donostia / San Sebastián erlaubt es, die Stadt in ihrer ganzen Größe auf Rädern zu erkunden. Für Radsportverrückte ist das Baskenland der perfekte Ort. Im Umkreis weniger Autominuten befinden sich berühmte Tour de France- Anstiege, Küstenrouten aller Schwierigkeitsstufen und Berge, um sich völlig zu verausgaben und dem puren Radsport hinzugeben.“

Realität: Ja, die schönen Fahrradwege stechen dem Besucher gleich ins Auge. Tatsächlich verfügt die Stadt über 30 Kilometer Radwege und über das erste öffentliche Fahrradsystem Europas, das vollständig mit Elektrofahrrädern ausgestattet ist. Auf den ausgedehnten Bidegorris, den Fahrradwegen, kann man die Stadt sicher und bequem pedalierend erkunden. Und für die Sport-Radler? Das Tourismus-Büro lügt nicht: San Sebastian liegt an den Ausläufern der Pyrenäen, an legendären Anstiegen und Abfahrten mangelt es hier nicht. Nebs Tour de France ist auch die Clásica San Sebastián weithin bekannt. Ein Radsport-Eintagesrennen, das seit 1981 jedes Jahr im August rund um die Stadt San Sebastián im spanischen Baskenland stattfindet. Der Kurs ist 219 Kilometer lang und mit sechs Anstiegen garniert (3x Kategorie 1) Die Entscheidung fällt oft am letzten Berg, dem Bordako Tontorra (Kategorie 2 und Blick auf die Bucht von San Sebastian), 7,1 Kilometer vor dem Ziel. Wer es wissen will und sich mit Profisportlern messen will, kann mutig diese Runde in Angriff nehmen. Als passionierter Radfahrer packt man sein Rad besser ein, wenn man San Sebastian besucht. Oder man findet sich damit ab, ständig sehnsuchtsvoll in die grünen Hügel hinter der Stadt zu starren. Noch heute tränt dem Autor das Auge beim Gedanken an die unberadelten Anstiege im Hinterland San Sebastians.

Fazit: Sportliches San Sebastian

Für Ausdauer- und Multisportler, Triathleten und Radfahrer (für Surfer sowieso) ist San Sebastian tatsächlich einen Trip wert. Ein Trainingslager im Frühsommer oder im Herbst sicherlich eine feine Sache. Für die Bergfexe unter den Rennradlern – Stichwort Pyrenäen-Querung – ist das schöne San Sebastian ohnehin immer eine Reise wert. Aber diese Geschichte ist für mich auch noch nicht fertig geschrieben…

Bonus für Rad- und Morgensportler

Unbedingt einen Filterkaffee bei Sakona Coffee Roasters trinken. Vor, zwischen und nach den sportlichen Aktivitäten.

sansebastian_coffee

 

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