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In den Bergen

Wochenende und keine Lust zuhause zu bleiben? Wieder mal raus aus der Stadt? Auf geht’s ins grüne Herz Österreichs. Zum Wandern in die schöne Steiermark. Zwei Tage, zwei Touren.

Tag 1: Vom Sattental zu den Goldlacken

Am Samstagmorgen aus Wien aufgebrochen und nach einem, dringend notwendigen, aber kulinarisch wenig erbaulichen, Raststättenzwischenstopp irgendwo nach dem Semmering, sind wir dann auch am frühen Nachmittag angekommen. Im Sattental nämlich.

Am Parkplatz im Almgebiet der Sattentalalm geschwind das Schuhwerk gewechselt und losgezogen. Das Ziel der, just als Aufwärmtour konzipierten, Geherei waren die Goldlacken bzw. der Stierkarsee.
Die Tour ist hier bestens beschrieben inkl. GPS Downloads, Höhenprofil etc. :  Vom Sattental zu den Goldlacken

Ergänzungen:

  • Die Tour lohnt sich auch dann, wenn nur Zeit für den Stierkarsee bleibt. Und am Anreisetag nur eine kleinere Runde geplant ist.
  • Kaum andere Wandersleut unterwegs hier: Tatsächlich sind wir unterwegs auf keine Menschenseele gestoßen. Abgesehen von ein paar BesucherInnen der Almhütte in Parkplatznähe. Fein, wenn man auf schmalen Pfaden nicht ständig anhalten, ausweichen oder sein Tempo anpassen muss.
  • Der Blick in den Talkessel darf als eindrucksvoll beschrieben werden.
  • Warm-up: Die ersten Minuten der Tour verlaufen flach im Almgebiet. Autofahrtversteifte Beine können so angenehm wieder in Schwung gebracht werden, bevor es dann wirklich steil wird.

Fazit: Wenig frequentierte, kurze Halbtages-Wanderung für SeenliebhaberInnen.

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Tag 2: Aufstieg aufs Spateck

Nachdem wir vor einiger Zeit im März bereits auf dem Kochofen stehen durften, Tageslichtknappheit (und Schnee) aber ein Weitermarschieren zum Spateck verhinderte, sollte der 2.228 Meter hohe Gipfel diesmal endlich erreicht werden. Und zwar nicht mehr aus Kleinsölk startend und den Kochofen passierend (Hier die Tour: Kleinsölk: Kochofen und Spateck), sondern wieder aus dem Sattental aufbrechend. Also vom Leonhard Kreuz aus dem Sattental zur Schladminger Alm und dann über den Grat zum Gipfel des Spateck.

Die Fakten hier: Über die Schladminger Alm zu 2 Gipfeln: Spateck und Schusterstuhl
und hier: Aus dem Sattental auf das Spateck

Zweckdienliche Hinweise:

  • Auch hier recht großer Forstweganteil. Erst bei der Schladminger Alm gehts dann auf nettere Pfade.
  • Achtung: Schafbedingte Pausenlosigkeit am Gradweg zum Gipfel. Kaum verlangsamt man seinen Schritt und kramt womöglich auch noch im Rucksack herum, schon bricht die Schafsherde über einen herein. Nichts wird es aus der Zwischenrast vorm Gipfelsieg. Hier ist Schafsland und rumsitzen und essen wird hier nicht geduldet. Bzw. wird die mitgebrachte Verpflegung samt und sonders als Wegzoll gefordert.
  • Auf den letzten Metern ist, bevor man sich für den Gipfelselfie bereit machen kann, noch ein sehr schmaler Felsgrat zu überwinden. Zwar ist der Grad mit Seilen versichert, doch Trittsicherheit und vor allem Schwindelfreiheit sind hier kein Nachteil. Rechts und Links geht’s da doch ziemlich runter.  Aber: Auf dem Hinweg wirkt der schmale Grat furchteinflößender als beim Rückweg. Für Bergfexe ist diese Stelle aber  nicht mal der Rede wert.
  • Berglauftauglich: Der Aufstieg auf das Spateck ist eine wunderbare Berglaufstrecke. Gemächliche Steigung am Forstweg, kaum Geröll oder lose Steine auf den Wegen.

Fazit: Mehrstündige Bergtour mit Superpanorama für Bergfexe und Flachländer.

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Sportappartements & Zauchenwirt

Wo schlafen bei einem Aufenthalt in der Region? Die Antwort: In den Sportappartements in Bad Mitterndorf. Warum? Ganz neu. Moderne Ausstattung, Holz & Glas dominieren den Wohnraum. Sauna. Blick auf Wald, Berg und Wiese. Direkt an Rad- und Wanderwegen gelegen. Freundliche Gastgeberin. Für 4 Personen im Appartement auch ganz und gar nicht teuer. (Achtung: Auch bei Kurzaufenthalt ist eine Reinigungspauschale zu entrichten. Bei 1-2 Nächten wirds dann doch empfindlich teurer.) Zum Sattental fährt man dann auch ein gutes Stück – rund 30 Min. Aber nevertheless unbedingte Empfehlung – v.a. auch im Winter sehr fein, kann ich mir vorstellen.

Und last but not least natürlich auch noch eine Restaurant-Empfehlung: Der Zauchenwirt in Bad Mitterndorf. Österreichische Hausmannskost in einer modernen Spielart. Saisonal abgestimmte Gerichte. Und Bio: Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Garten, Fleisch aus eigener Bio-Landwirtschaft, besondere Wildspezialitäten aus der Region.
Verkostet und für ausgezeichnet befunden:  Gebratener Saibling mit Mandelbutter und Petersilienkartoffeln, die hausgemachten Spinatknödel mit Schnittlauchbutter und die Topfenknödel auf Beerenragout.

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