Zum Inhalt springen

Take Shelter

Wie hier schon angemerkt, wird es im Sommer mit dem Mountainbike ab in die Pyrenäen gehen. Ich werde das Gebirge von der Mittelmeer- zur Atlantikküste durchqueren. Dem Zwergstaat Andorra werde ich da auch gleich einen Besuch abstatten. Nebs körperlicher Vorbereitung bin ich nun auf der Suche nach der geeigneten Ausrüstung zur Umsetzung dieses Vorhabens nach meinen Vorstellungen.

In Outdoor-Shops gerät der Autor leicht in eine Art Kaufrausch. Soviel vorweg. Obwohl eigentlich vielmehr in einen Inspirationssog, im Sinne von „wo könnte ich XY fürchterlich abenteuerlich einsetzen“. Die MitarbeiterInnen des gigantischen Outdoor-Tempels in Victoria, BC, erzählen noch heute mit schreckgeweiteten Augen die Geschichte vom  Kerl aus der Capital City of Austria. Konnten doch bestimmte Gänge des Kaufhauses erst nach einer zusätzlichen Nachtschicht von den ekelhaften Sabberspuren des rastlos herumirrenden Europäers befreit werden. Statt Speichelfäden in der Buttermilch, Sabberspuren im Mittelgang, sozusagen.

Im Wissen um meine Manie verlagere ich nun meine Suche nach Equipment für meine Pyrenäentour überwiegen ins weltweite Web.
Ziel Nr.1 dieser Suche: das Biwakzelt. Schutz vor Wind und Wetter für die wichtige Nachtruhe zwischen den anstrengenden Radetappen.
Voraussetzungen: Niedriges Gewicht. Man will ja nicht unnötige Kilo den Berg hinaufstrampeln. Packmaß rucksacktauglich. Verarbeitung und Haltbarkeit, die sorglosen Umgang ermöglicht. Angemessener Preis. Veranschlagtes Budget: bis max. 300 Eurotaler.

Nach erster Recherche habe ich nun folgende Favoriten ausgewählt:
VAUDE Bivi
VAUDE Hogan UL Argon
VAUDE Power Lizard SUL
Marmot Home Alone Bivy
Terra Nova Laser Competition 1
MSR Hubba (Super Erfahrungsbericht auf Hugs for Hikers)
Ergänzung: Exped Vela I UL

Derweil tendiere ich stark zum Hogan Argon (bzw. zum leider sehr teuren Power Lizard). Das Foto eines Hogans stammt von Tom, der dieses Biwakzelt schon in allen Witterungsbedingungen all around the world eingesetzt hat. Die Vorzüge des Hogan: Kleines Packmaß (42 x 15 cm), rascher Aufbau (hier ein Video), überzeugende Verarbeitung. Zudem potentiell auch für zwei Personen geeignet und damit auch größer als die angeführten Bivis – eben mehr als ein Biwaksack mit Gestänge. Aber auch fast doppelt so schwer. Beim Power Lizard  fällt dieser einzige Nachteil weg, dafür aber der Preis – mit  über 400 Euro – umso mehr ins Gewicht. Für ein Fabrikat der deutschen Firma VAUDE (steht übrigens für die Initialen von Gründer Albrecht von Dewitz) spricht auch der propagierte verantwortungsvolle Umgang mit Mensch und Natur. Mal schaun.

Warnung vorweg: Ausrüstung wird an dieser Stelle immer wieder mal Thema sein. Genauso wie beim netten Plausch unlängst am Wiener Naschmarkt. Fallstudie gleich inklusive. Resüme: Fehlt ein Teil kann das mit unter recht lästig sein. Da muss der Gesprächspartner trotz spätwinterlicher Temperaturen auch als Outdoor-Radbewacher herhalten. Fahrradschlossabwesenheitsbedigt. Diese Abwesenheit werde ich aber – denke ich – auch in den Pyrenäen in Kauf nehmen. Zuverlässiges Anketten in Wald und Wiese sowieso Fehlanzeige. Da muss das Bike wohl neben dem Biwak ruhen. Aber vielleicht gibts da ja auch noch eine andere Lösung. Da mach ich mich wohl gleich mal auf zu einem entsprechenden Fachhändler. Sabberlatz angebracht.

Share on Google+Tweet about this on TwitterShare on Facebook

2 Kommentare

  1. 2Ø5 2Ø5

    Zusätzlich zum Fahrradschloss führe ich ein/zwei Zelt Abspannleinen durch die Fahrradfelgen.
    Oder ein Leinenende am Rad befestigen und das andere Ende unter Zelt/Isomatte führen.
    Vielleicht erlaubt die Zelt-Bauform Sattel oder Lenker unter das Vorzelt/Aussenzelt zu schieben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.